À la Carte: Das Neujahrskonzert des LJBO 2026

Mit musikalischer Raffinesse und jugendlichem Esprit hatte das Landesjugendblasorchester Steiermark am Dienstag, 6. Jänner 2026, zum traditionellen Neujahrskonzert in den Grazer Stefaniensaal eingeladen.

Echte musikalische Delikatessen servierte das Landesjugendblasorchester Steiermark bei seinem Neujahrskonzert am 6. Jänner 2026 im Grazer Stefaniensaal. Dieses stand unter dem Thema „À la Carte“ und wurde zum bereits dritten Mal von Bundeskapellmeister Helmut Schmid dirigiert. Der Dirigent und die 72 jungen Musiker*innen präsentierten ein buntes Menü von sphärischen Klangwelten bis hin zu wohlbekannten Melodien und brillierten durch ihre Vielfalt.

Musik für alle Geschmäcker

Als Aperitiv stand Joyride von Michael Markowski am Programm. Das quirlige Eröffnungswerk vereint Ludwig van Beethovens Ode an die Freude mit John Adams‘s Short Ride in a Fast Machine und sorgte von Beginn an für eine feurige Stimmung. In einem Konzert der Kontraste sorgte im Anschluss Give Us This Day von David Maslanka für einen ersten Ruhepol, fand der Komponist seine Inspiration dafür doch in den buddhistischen Lehren. Ein erster Hauptgang wurde schließlich mit El jardín de Hera von José Suñer Oriola serviert. Spätestens jetzt zündeten Dirigent und Orchester ein Feuerwerk und führten die Zuhörer*innen durch sich ständig verändernde klangliche Strukturen, eindringliche Rhythmen und tiefe Emotionen. Die Geschichte des Werkes spielt im Garten der Hera und erzählt von Herakles, Nymphen und dem Schrei der hundert Köpfe des Drachens.

Ein Gustostückerl folgt dem nächsten und so entführte nach der Pause die Overtüre von Verdis La forza del destino den bis auf den letzten Platz gefüllten Stefaniensaal ins Reich der klassischen Musik. Weiteres Highlight war der Walzer A la Carte des steirischen Komponisten Gerald Oswald. Das schwungvolle Stück wurde in Anlehnung an die Wiener Walzertradition geschrieben und erlangte den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb JOHANN STRAUSS 2025 des Österreichischen Blasmusikverbandes. Bei der Filmmusik aus Jurassic Park wiederum wurden die Zuhörer*innen gedanklich in einen Kinosaal voller Dinosaurier katapultiert. Den grandiosen Abschluss bildete eine Abfolge aus Musical-Melodien, zusammengestellt von Markus Adam. Sarah Rath und Thomas Wegscheider erweiterten hier das Klangbild des Orchesters um ihre Stimmen und sangen sich sowohl Solo als auch im Duett in die Herzen des Publikums, das es ihnen mit tosendem Applaus und Standing Ovations dankte. Als Dessert servierte Maestro Schmid Funiculì, Funiculà, welches den furiosen Schlusspunkt eines unvergleichlichen Konzerts bildete.

Ein perfekter Start ins neue Jahr

Helmut Schmid und das Landesjugendblasorchester Steiermark zeigten einmal mehr, dass die steirische Blasmusikjugend vor Kreativität und musikalischer Vielfalt nur so sprüht. Erst das hohe Engagement der Musiker*innen in Form von Hingabe, Verbundenheit und Ausdauer machen solche magischen Momente möglich.

Auch abseits der Bühne wurden alle Register gezogen, um das Neujahrskonzert in gewohnter Qualität präsentieren zu können. Ein großer Dank gilt hier Landesjugendreferentin Sabrina Csrnko und Markus Adam ob der Projektkoordination und allen Dozenten, die die jungen Musiker*innen bestmöglich auf diesen Konzertabend vorbereitet haben. Ein herzlicher Dank gilt außerdem den Sponsoren Ingenieursbüro Puffing mit Baumeister Ing. Werner Puffing, Porsche Inter Auto mit Geschäftsleitung PIA Steiermark Mag. Gerhard Monsberger und der Saubermacher Dienstleistungs AG mit Familie Hans Roth.